Gold-Schmuck

Edler Gold Schmuck von Materia

Gold ist chemisches Element mit dem Elementsymbol „Au“, was sich von dem lateinischen Wort Aurum ableitet. Es gehört zu den Edelmetallen und zählt neben Kupfer und Silber zu den sogenannten „Münzmetallen“. Da Gold ein sehr reaktionsträges Element ist, behält es in der Regel seinen Glanz und seine Farbe. Auch können ihm gewöhnliche Säuren nichts anhaben. Gold lässt sich sehr einfach bearbeiten und z.B. zu sehr dünnen Folien ausrollen. Erst durch die Verbindung mit z.B. Kupfer lässt sich die Härte, Festigkeit und Polierbarkeit steigern. Die Farbe verändert sich hier leicht in Richtung Rosa und rötlich. Durch die Beimengung von Silber wird es hellgelb bis hellgrün und weiß.

Gold wird seit Jahrtausenden für Schmuck und andere besondere Gegenstände sowie seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. in Form von Münzen als Zahlungsmittel eingesetzt. Da es in der Natur auch in reiner Form vorkommt und durch seine auffallende gelbliche Farbe leicht zu erkennen ist, gehört es zu den ersten Metallen, welche von den Menschen bearbeitet wurden. Leicht zu verwechseln ist es aber mit ähnlichen Mineralien wie Pyrit, welches unter dem Namen Katzen- oder Narrengold bekannt ist. Die bislang ältesten Funde gehen auf das 4. Jahrtausend vor Christus zurück. Die gute Bearbeitbarkeit aufgrund der geringen Härte und relativ geringen Schmelztemperatur waren hier natürlich sehr vorteilhaft.

In der Neuzeit erlebte das Gold seinen Höhepunkt nach der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 durch Columbus. Durch den großen Goldreichtum der indigenen Völker in Mittel- und Südamerika wurden die europäischen Seemächte Spanien, Portugal, England und Italien zu den wohlhabendsten Ländern Europas. Ein weiterer Meilenstein war der große Goldrausch im 19. Jahrhundert. Ganze Scharen von Goldsuchern wanderten z.B. im Jahr 1849 nach Kalifornien oder 1897 nach Alaska auf der Suche nach dem großen Glück. Doch auch noch heute finden sich z.B. in allen europäischen Flüssen Spuren von Gold, welches meist in Form dünner Plättchen in Gesteinen eingelagert ist.

Heute kommen etwa 45 Prozent des industriell geförderten Goldes aus China, Australien, USA, Russland und Kanada. Rund 17 Prozent entstehen als Nebenprodukt bei der Gewinnung anderer Metalle wie z.B. Kupfer oder Nickel. Die Weltjahresförderung liegt heute bei ca. 3000 Tonnen und kann noch etwa 20 Jahre aufrechterhalten werden. Dann sind voraussichtlich die nach heutigem Stand der Technik wirtschaftlich förderbaren Reserven erschöpft. Mit einem steigenden Preis, welcher zwangsläufig bei Verknappung der Ressourcen auftreten wird, können aber andere oder schwierigere Produktionsverfahren interessant werden. Auch wird das recyceln von Gold im Rahmen von technischen oder medizinischen Anwendungen immer mehr an Bedeutung gewinnen. In der Menschheitsgeschichte wurden bisher etwa 170.000 Tonnen Gold geschürft. Angesichts einer durchschnittlichen Menge von nur 4 Gramm pro 1000 Tonnen Gestein, liegt hier eine unglaubliche Arbeitsleistung zugrunde.

Rund 50 Prozent des gewonnenen Goldes wird heute zu Schmuck verarbeitet. Etwa 10 Prozent werden in Industrie oder Medizin verwendet. Die bekannteste Anwendung ist hier wahrscheinlich der Goldzahn. Aber auch in unscheinbaren Gegenständen, wie z.B. Steckverbindungen in der EDV oder dem Hifi-Bereich kommt Gold aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit zum Einsatz. In einem handelsüblichen Laptop befinden sich z.B. durchschnittlich 0,2 Gramm Gold. Nicht zu vergessen ist auch der Sport. Seien es olympische Goldmedaillen oder der Fifa Pokal, alle bestehen sie aus massivem Gold. Klassische Produkte der Goldschmiede sind aber z.B. Ringe, Ketten und Armbänder. Aber auch die Verzierung durch Blattgold für größere Gegenstände ist bis heute gängig. Hier kann mit einem Gramm Gold etwa ein halber Quadratmeter bezogen werden. Ungewöhnlich aber aufgrund der ungiftigen und reaktionsschwachen Eigenschaften von Gold, kommt es auch immer wieder bei Nahrungsmitteln zum Einsatz. So dient es z.B. als Verzierung von Pralinen oder findet sich im Danziger Goldwasser. Einige Designer haben auch begonnen, Gold in ihre besonders hochwertigen Kleidungsstücke einzuarbeiten. Neben der Zierde in Form von Goldschmuck, erfüllt Gold aber zugleich auch einen maßgeblichen Nutzen als Wertanlage und internationales Zahlungsmittel in Form von Münzen oder Barren. Hochwertiger Goldschmuck ist somit nicht nur schön zuzusehen, sondern wird auch immer einen Wert behalten. Der Goldpreis bzw. Goldkurs wird als krisenfest angesehen, da sich der Wert von Gold durch seine Seltenheit und den hohen Aufwand bei der Förderung bestimmt. Der Goldpreis wird seit dem 17. Jahrhundert am London Bullion Market, beim sogenannten Goldfixing bestimmt. Für eine exakte Bestimmung des Wertes ist natürlich die Reinheit des Goldes oder Goldschmucks wichtig. Die Reinheit wird in Karat „kt“ angegeben. 24 Karat bezeichnen hier „pures“ Gold, welches auch als Feingold bezeichnet wird. 24 Karat bezeichnen 999 Gewichtspromille. Dies bedeutet, dass von 1000 Anteilen, 999 Anteile auf reines Gold entfallen. Neben Feingold 999 gibt es weitere Abstufungen z.B. in Form von 22 Karat (916), 20 Karat (833), 18 Karat (750) bis hin zu 8 Karat als Gold 333. Hochwertiger Goldschmuck wird in der Regel aus Goldlegierungen ab 750 angefertigt und lässt sich an der entsprechenden Stempelung erkennen.

Gold war schon immer ein Thema, das die Menschen faszinierte. So ist es auch mit vielen Mythen und Geschichten umgeben und schon seit jeher Gegenstand der Wissenschaften. Ein bekannter Bereich ist davon ist die Alchemie, welche sich auch unter anderem mit der künstlichen Herstellung von Gold und Silber befasste. Aber schon die alten Ägypter, genauer gesagt die Pharaonen, welche sich für Abkömmlinge des Himmelgottes Horus hielten, überhäuften sich mit Gold. Nicht nur der Wert, sondern auch die Schönheit machten Goldschmuck zum Kennzeichen der Könige und Wohlhabenden. So war Gold z.B. auch die treibende Kraft, welche das Römische Reich am Laufen hielt. Die Römer benötigten so große Mengen davon, dass sie im Laufe der Zeit alle Vorkommen bis nach Asien kontrollierten. Die weiteren wesentlichen Meilensteine der Erfolgsgeschichte des Goldes wurden mit der Entdeckung von Amerika und dem später folgenden Goldrausch bereits erwähnt. Spätestens seit der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2007 ist Gold auch bei uns wieder ein wichtiges Thema geworden. Der Goldpreis ist seitdem auf ungeahnte Höhen gestiegen und hat damit auch den Wert von Goldschmuck entsprechend gesteigert. Es kann somit nie ein Fehler sein, Schmuckstücke aus hochwertigem Gold sein Eigen zu nennen. Es sieht nicht nur ausgezeichnet aus, sondern behält im Gegensatz zu vielen anderen Konsumgütern dauerhaft einen Wert. Sei es in Form von Goldketten, Goldringen oder Goldanhängern, solange es sich um Legierungen mit hohem Feingoldanteil handelt, schlägt man immer zwei Fliegen mit einer Klappe.

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